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Prof. Julia Hoydis stellt sich vor

Montag, 19.10.2020

Seit 1. Oktober 2020 gibt es am Institut eine neue Professorin für Literaturwissenschaft.

Zum Wintersemester 2020/21 habe ich die Professur für Englische Literatur und Kulturwissenschaft am Institut für Anglistik übernommen. Zuvor hatte ich eine Gaststiftungsprofessur für Englische Literatur und Gender Studies an der Universität Duisburg-Essen inne (Förderung durch die FONTE Stiftung); bis 2019 war ich Privatdozentin am Englischen Seminar I der Universität zu Köln, wo ich habilitiert (2018) und promoviert (2010) habe.  Außerdem habe ich ein Jahr als Doktorandin und Lektorin an der University of Cambridge (Murray Edwards College, 2006-2007) verbracht. Seit zehn Jahren bin ich in der Redaktion der open-access Zeitschrift Anglistik: International Journal of English Studies, tätig, seit 2019 als Herausgeberin.

In meiner Habilitationsschrift (Risk and the English Novel. From Defoe to McEwan, De Gruyter 2019) habe ich Risiko als Schnittstelle zwischen Literatur- und Kulturwissenschaft, Soziologie und Naturwissenschaft vom späten 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart analysiert. Risikodiskurse beschäftigen mich weiterhin in der Forschung, v.a. im Bereich der Medical und der Environmental Humanities. Meine Dissertation ist im Bereich der Postcolonial Studies angesiedelt und untersucht Ethik und Historiographie im Werk des indischen Autors Amitav Ghosh (Tackling the Morality of History: Ethics and Storytelling in the Works of Amitav Ghosh, Universitätsverlag Winter, 2011).

Aktuell arbeite ich an einem Forschungsprojekt zu Margaret Cavendish, Duchess of Newcastle (1623-1673). Sie ist die erste englische Schriftstellerin des 17. Jahrhunderts, die öffentlich als Autorin ihrer eigenen Werke auftritt und deren Texte sich mit faszinierend aktuellen Themen wie fluiden Genderkonzeptionen, der Machtposition von Frauen in der Gesellschaft, und der menschlichen Ausbeutung der Natur auseinandersetzen. In Planung ist ein Editionsprojekt für die Buchreihe Femmes de Lettres (Secessions Verlag, Berlin), das eine Auswahl von Cavendishs Werken erstmalig ins Deutsche übersetzen und damit einem breiten Publikum zugänglich zu machen soll. Außerdem arbeite ich an Projekten zu digitalen ‚posthumanen‘ Erzählformen und im Bereich Gender und Queer Studies; soeben erschienen ist ein Special Issue von Gender Forum zum Thema “New Waves: Gender, Feminsm, and Podcast Studies” (2020); in Vorbereitung befinden sich auch Aufsätze für Special Issues zu „Shakespeare and Dance“ (Shakespeare Seminar Online, Hg. Kirsten Sandrock und Lukas Lammers) und zu “Postcolonial Cultural Studies and Dance” (Special Issue Anglistik, Hg. Jana Gohrisch, Ellen Grünkemeier, Hannah Pardey). Letztere Themen haben übrigens einen Bezug zu meinem Leben ‚vor‘ der Wissenschaft:  ich bin der Kultur Großbritanniens und dem Tanz eng verbunden, weil ich nach dem Abitur an der Londoner Rambert School ein Diplom in klassischem und modernem Tanz absolviert habe.

 

Forschungsschwerpunkte

  • Englische Literatur (v.a. Roman, Drama, 17. Jh.-21. Jh.)
  • Erzähltheorie
  • Gender Studies (v.a. Prozesse von Kanonisierung, Beziehungen zwischen Gender und Genre)
  • transmediale Studien (v.a. Adaptationstheorie)
  • Literature and Science (v.a. Konzeptionen von Wahrscheinlichkeit und Risiko)
  • Krise, Komplexität, Klimawandel in den Environmental Humanities
  • Posthumanismus und digitalen Erzählformen
  • Beziehungen zwischen Literatur und anderen Kunstformen (v.a. Theater und Tanz)

 

 

Veröffentlichungen (Auswahl)

 

Monographien

  • Risk and the English Novel. From Defoe to McEwan. Anglia Book Series 66. Berlin und Boston: De Gruyter, 2019.
  • Tackling the Morality of History: Ethics and Storytelling in the Works of Amitav Ghosh. Anglistische Forschungen 482. Heidelberg: Winter, 2011.

 

Herausgaben

  • “A New Match Made in Heaven? Gender, Sexuality and Podcast Studies.” Special Issue of Gender Forum 77 (2020).
  • Teaching the Posthuman. Anglistik & Englischunterricht Bd. 89. Heidelberg: Winter, 2019 (gemeinsam mit Roman Bartosch).
  • Representations of Science in Twenty-First Century Fiction. Human and Temporal Connectivities. Palgrave Studies in Literature, Science and Medicine. New York: Palgrave Macmillan, 2019 (gemeinsam mit Nina Engelhardt).
  • Attraktive Lesestoffe (nicht nur) für Jungen – Erzählmuster und Beispielanalysen zu populärer Kinder- und Jugendliteratur. Baltmannsweiler: Schneider Verlag, 2018 (gemeinsam mit Christine Garbe et al.).
  • “Focus on 21st Century Studies.” Special Issue of Anglistik: International Journal of English Studies 26.2 (2015).

 

Aufsätze und Buchkapitel

  • “(In)Attention and Global Drama: Climate Change Plays.” Research Handbook on Communicating Climate Change. Eds. David Holmes and Lucy Richardson. Edward Elgar Research Handbook Series. 2020. 340-348.
  • “A Slow Unfolding ‘Fault Sequence’: Risk and Responsibility in Lucy Kirkwood’s The Children.” Theatre of Crisis. Aesthetic Responses to a Cross-Sectional Condition. Eds. Nassim W. Balestrini, Maria Löschnigg, and Leo Lippert. Journal for Contemporary Drama in English 8.1 (2020): 83-99. DOI: 10.1515/jcde-2020-0007.
  • “Realism for the Post-Truth Era. Politics and Storytelling in Recent Fiction and Autobiography by Salman Rushdie.” Special Issue “Fact and Fiction in Contemporary Narratives.” Eds. Jan Alber and Alice Bell. European Journal of English Studies 23.2 (2019): 152-171. DOI: 10.1080/13825577.2019.1640422. 
  • “Fantastically Hybrid: Race, Gender, and Genre in Black Female Speculative Fiction.” Anglistik: International Journal of English Studies 26.2 (2015): 71-88.
  • “Only the Dance is Sure: Dance and the Construction of Gender in Modernist Poetry.” (Con)Sequences. Dance – Gender – Ethnicity. Gender Forum 36 (2011). 3-25.

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