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Dienstag, 19.12.2017

Staatspreis für Anglist

Die PreisträgerInnen Sofie Regina Waltl und Maximilian Feldner (2.u.3.v.l.) mit ihren Betreuern Robert J. Hill (ganz links) und Martin Löschnigg, rechts Iris Rauskala, Sektionsleiterin der Sektion VI. Foto: Willy Haslinger.

Staatspreis für die besten Dissertationen für Anglist und Volkswirtin der Uni Graz

Der Award of Excellence des Wissenschaftsministeriums wird seit 2008 an die 40 besten Absolventinnen und Absolventen von Doktoratsstudien der wissenschaftlichen und künstlerischen Universitäten des vergangenen Studienjahres vergeben. Die Vorschläge dafür kommen von den Universitäten. Am 7. Dezember 2017 wurden die Auszeichnungen im Palais Harrach in Wien vergeben; die PreisträgerInnen der Uni Graz sind Dr. Maximilian Feldner, der seine Dissertation am Institut für Anglistik verfasst hatte, sowie Dr. Sofie Regina Waltl, die ihre Dissertation am Institut für Volkswirtschaftslehre eingereicht hatte.

Nach einem abgeschlossenen Masterstudium des Joint Degree Programms in English and American Studies an der Universität Graz und einem Studienaufenthalt am City College in New York lehrt Maximilian Feldner nun am Institut für Anglistik seiner Alma Mater mit Schwerpunkt auf Literatur- und Kulturwissenschaft. In seiner Dissertation befasste er sich mit nigerianischer Diasporaliteratur, also englischsprachiger narrativer Literatur nigerianischer SchriftstellerInnen wie Chimamanda Ngozi Adichie, Sefi Atta, Helon Habila oder Chris Abani. Feldner untersuchte, wie die AutorInnen, die größtenteils nicht in Nigeria leben, die verschiedenen Erfahrungen der nigerianischen Diaspora sowohl in Nigeria als auch im globalen Norden literarisch umsetzen.

Sofie Waltl befasste sich mit Immobilienmärkten. Weil wir alle – entweder direkt durch Eigentum oder indirekt durch Miete – von Preisänderungen betroffen sind, werden Immobilienmärkte von EntscheidungstrefferInnen, InvestorInnen, EigentümerInnen und StadtplanerInnen genau analysiert. Ein wichtiges Instrument zur Bewertung von Immobilienmärkten sind Hauspreisindices. Sie reichen aber nicht aus, um diese Märkte vollständig zu verstehen und die komplizierte Dynamik darin abzubilden. Sofie Waltl schlägt in ihrer Dissertation deshalb neue Methoden zur Verbesserung der Bewertung vor, die mittels Transaktionspreisen und Mieten in Sydney zwischen 2001 und 2014 empirisch getestet wurden.

Erstellt von Gerhild Leljak 

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